Francesca Barra: Ein italienischer Sommer

Hallo ihr Lieben,

 

ich habe seit meinem Italien-Urlaub im Sommer noch drei Rezensionen, die ich jetzt endlich mit euch teilen möchte. Passt ja auch hervorragend zum ersten Schnee.

 

Teil 1 der Italien-Trilogie, wie ich sie nenne, besteht aus Ein italienischer Sommer von Francesca Barra.

 

Freundlicherweise habe ich mein Exemplar von Random House als Rezensionsexemplar erhalten. Erschienen ist der Roman in der Übersetzung von Esther Hansen beim Verlag Blanvalet am 17.04.2017.

 

Eine Leseprobe und das Cover findet ihr hier.

 

Dieser Roman spielt in Rom, der meiner Meinung nach schönsten Stadt der Welt, weswegen ich von Anfang sehr positiv gestimmt war. Ja, ich weiß, ich habe gesagt, dass London meine Lieblingsstadt ist, und das ist auch so, aber an Schönheit kann keine Stadt, in der ich bisher war, Rom das Wasser reichen. Da braucht man sich ja nur umdrehen, und man stolpert über Kunst und Kultur. Aber zurück zum Thema.

 

Ein italienischer Sommer erzählt die Geschichte Caterinas, die, in einer italienischen Kleinstadt geboren und aufgewachsen, nach Rom zieht, um dort Literatur und Philosophie zu studieren. Als ihre Großmutter stirbt, muss sie sich entscheiden, wie sie ihr weiteres Leben verbringen möchte.

 

Mit Caterina konnte ich mich wunderbar identifizieren. Ihre Beweggründe, aus der Kleinstadt in die Großstadt zu flüchten, konnte ich komplett nachvollziehen. So ging es ihr darum, sich selbst kennen zu lernen, frei von den Zwängen und Normen, die ihr das Leben mit der Familie in der Kleinstadt auferlegt. Den Weg, den sie einschlägt, und die Entscheidungen, die sie dabei trifft, habe ich daher mit sehr großem Interesse verfolgt und fand die Entwicklungen daher durchweg spannend.

 

Die Übersetzung von Esther Hansen fand ich ebenfalls sehr gelungen, auch wenn die Sprache sehr anspruchsvoll für diese Art von Roman daherkommt. Das empfand ich streckenweise als anstrengend. Wobei das vermutlich nicht die Entscheidung der Übersetzerin war, sondern durch das Original festgelegt, insofern soll das keine Kritik darstellen.

 

Eine ganz klare Kaufempfehlung kann ich nicht unbedingt aussprechen, da ich selbst, wie gesagt, etwas angestrengt durch die Sprache des Romans war. Dafür wurde ich aber durch wirklich herausragend lecker klingende Rezepte entschädigt, die ich gerne mal ausprobieren würde, wäre ich nicht eine solche Null in der Küche.

 

Liebe Grüße

 

eure Julia