Jeff Cohen: Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen

 

Hallo ihr Lieben,

 

heute habe ich einen Kriminalroman der etwas anderen Art für euch bewertet.

 

Es handelt sich dabei um Eine Leiche riskiert Kopf und Kragen von Jeff Cohen, das in der Übersetzung von Bernd Stratthaus am

17. Oktober 2016 beim Blanvalet-Verlag erschienen ist. Dieses Buch habe ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar von Random House erhalten.

 

Ein Cover und die Leseprobe findet ihr hier.

 

Unten habe ich auch noch ein paar eigene Bilder angefügt. Aber bitte wundert euch nicht, mein Sohn hat es gefunden, als ich gerade nicht hingeschaut habe (er ist bei sowas wieselflink) und er steckt sich momentan alles in den Mund, deswegen ist es jetzt ein bisschen ramponiert.

 

Jedenfalls muss ich sagen, dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe. Ich fand den Protagonisten, Samuel Hoenig, wirklich sehr sympathisch und habe ihn gleich ins Herz geschlossen. Er hat mich sehr an Monk erinnert, genauso wie seine Geschäftspartnerin Ms Washburn an dessen Assistentin Sharona. Dabei sollte gesagt werden, dass Samuel das Asperger-Syndrom hat, wodurch er auf einzigartige Art und Weise Ermittlungen für seine Firma Fragen Beantworten durchführt. Sein Ziel ist es, wie der Name zweifellos sagt, Fragen zu beantworten. In diesem Fall, die Frage nach dem Verbleib des Kopfes von Rita Masters-Powell, die ihren Kopf nach ihrem Tod in der Hoffnung, die Medizin könne irgendwann ihren Kopf in einem anderen Körper wieder zum Leben erwecken, einfrieren ließ. Leider ist ihr Kopf abhanden gekommen, sodass sich der verantwortliche "Kopf-Wärter" hilfesuchend an Samuel wendet.

 

An der Stelle muss ich sagen, dass ich mich mit dem Asperger-Syndrom nur oberflächlich auskenne, und nur das weiß, was der interessierten Allgemeinheit bekannt ist. Aber da der Autor zwei Sachbücher zum Thema geschrieben hat, die ich auch recherchiert habe, gehe ich davon aus, dass Samuels Verhaltensweisen der Realität entsprechen.

 

Ich mochte den Schreibstil und die deutsche Übersetzung sehr, man konnte das Buch angenehm flüssig durchlesen, so wie man es sich in einem Krimi wünscht. Schließlich will man hier schnell der Handlung folgen und nicht erst einen Duden zu Rate ziehen.

 

Allerdings liegt hier auch ein kleiner Schwachpunkt in der Handlung. Wie einer der Nebenfiguren selbst sagt, nach etwa der Hälfte des gesamten Buches ist man der Lösung keinen Schritt näher gekommen. Den einen oder anderen Hinweis bekommt man zwar schon früher, aber diese fügen sich erst spät zu einem Gesamtbild zusammen. Damit fand ich die Handlung in der Mitte etwas zäh.

 

Dafür wird man aber durch einen überaus sympathischen, unfreiwillig komischen Protagonisten und dessen formidabler Mutter entschädigt. Diese sollte noch eine besondere Erwähnung finden, denn ich fand sie einfach sehr sympathisch. Sie war tough und trotzdem liebevoll und ich würde mich ihr durchaus in einer Krisensituation und außerhalb anvertrauen.

 

Letztendlich kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und freue mich auf das Sequel.

 

Liebe Grüße

 

 

eure Julia

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