Pamela Druckerman: Warum französische Kinder keine Nervensägen sind

Hallo ihr Lieben,

 

am heutigen Freitag (ein Dreizehnter!) möchte ich mal einen Erziehungsratgeber, den ich wirklich gern gelesen habe, bewerten.

 

Da er recht kurz ist (im Vergleich zu den Wälzern, die ich sonst so lese), wird auch die Rezension kürzer ausfallen.

 

Dem Ton des Buches folgend, ist die Rezension auch weit weniger schwer verdaulich und auch etwas persönlicher gestaltet.

 

Eine Leseprobe und das Cover könnt ihr euch auch gerne ansehen. Diese wurden mit freundlicher Genehmigung von Random House zur Verfügung gestellt.

  

Ich hoffe, es gefällt euch. Hinterlasst mir un-bedingt Feedback!

 

 

Los geht’s:

 

Der herrlich erfrischende Erziehungsratgeber „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“ der amerikanischen Autorin Pamela Druckerman ist 2013 in der Übersetzung von Christiane Burkhardt bei Mosaik  (gehört zur Verlagsgruppe Random House) erschienen.

 

Als Erstes sticht einem erst einmal das schöne Cover ins Auge. Das sehr ansprechend und durchdacht gestaltete Cover ist, ehrlich gesagt, für mich der Grund gewesen, das Buch zu kaufen. Es erinnert an ein französisches Bistro, was vor allem Frankreich-Fans zur Nostalgie anregen dürfte. Seht es euch unbedingt unter dem Link oben an, dann wisst ihr, was ich meine.

 

Die Leserin folgt den Erkenntnissen der Autorin in ihrem Versuch, in Paris Kinder zu bekommen und zu erziehen. Dabei stößt sie auf allerlei Unterschiede zwischen ihrer amerikanisch geprägten Sicht auf die Kindererziehung im Vergleich zu der Sicht der typischen Pariserin.

 

Dass die Pariserin von Natur aus das Laisser-faire und Savoir-vivre in einem Ausmaß lebt, von dem jede Durchschnittsfrau nur träumen kann, weiß man spätestens seit „How to be Parisian wherever you are - Liebe, Stil und Lässigkeit à la française (btb 2015, Rezension wird irgendwann folgen).

 

Dass die Pariserinnen, bzw. die Französinnen insgesamt dann aber auch noch Expertinnen in der Kindererziehung sind, macht Pamela Druckerman auf kurzweilige Weise anschaulich. Sie vergleicht den amerikanischen Erziehungsstil mit dem französischen und lässt uns an den französischen Geheimnissen teilhaben. Dabei gibt sich die Übersetzerin Mühe, auch die deutsche Sichtweise einfließen zu lassen.

 

Unter anderem erfährt frau in "Warum französische Kinder keine Nervensägen sind", wie man Kinder dazu bringt, durchzuschlafen, jegliches Gemüse zu essen und in der Öffentlichkeit nicht unangenehm aufzufallen. Was frau aber vor allem von ihren französischen Mütterkolleginnen mitnehmen kann, ist die Tatsache, dass Mamas auch mal an sich denken dürfen. Sie sind auch Frauen, nicht nur Mütter. Ein Gedanke, der mir als Mama entgegenkommt und schon so manches Mal ein schlechtes Gewissen beruhigt hat.

 

Druckerman erzählt von ihren Erfahrungen mit genügend Witz und Selbstironie, dass einem fast nie langweilig wird. Wobei man sagen muss, dass der erste Teil des Buches etwas langatmig ist, aber wenn man den überstanden hat, wird man mit einer Beschreibung von Paris/Frankreich entschädigt, die allen Frankreich-Liebhabern das Herz wärmen wird.

 

Es sind gute Ratschläge dabei und vor allem die Zitate der französischen Mütter helfen und inspirieren die Leserin (oder den Leser, auch für Männer ist das Buch bestens geeignet!), ihren eigenen Erziehungsstil kritisch unter die Lupe zu nehmen, um vielleicht den einen oder anderen Rat aufzugreifen und umzusetzen.

 

Insofern kann ich dieses Buch jeder (werdenden) Mama  und jedem (werdendem) Papa empfehlen.

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